Gasthof Maygut Kleine Auszeit

Di, 01. Sep. 2015

Der Gasthof Maygut ist bloss einen Katzensprung von der Stadt entfernt. Und doch fühlt man sich bei Jörg Grossen am äusseren Ende von Wabern wie in einer eigenen Welt, auf dem Teller und in den Gläsern schöne Dinge, die den Alltag vergessen machen


Die Geschichte und die Inspiration zu unserem Besuch im Gasthof Maygut beginnenamvergangenen Freitagabend, als wir völlig «erlächnet» das Ziel des WabereLoufes erreichen (34:57 für 8, 3 Kilometer, nicht schlecht für einen Minigolfer), gigantisch der Durst und der Hunger. In Wabern vernünftig einzukehren, ist über die Jahre hinweg zu einer schwierigen Aufgabe geworden, weil diverse Traditionshäuser verschwunden sind und Innovationen auf sich warten lassen. Eine realistische und überaus solide Lösung des Problems befindet sich an der Seftigenstrasse im Maygut, wo der ehemalige «Bären»-Wirt Jörg Grossen seit Ende 2008 das Zepter führt. Am Schaukasten mit den Konterfeis der Volley-Köniz-Spielerinnen vorbei, die hier regelmässig tafeln, stechen wir auf die Terrasse.
Die Eidechse schiesst um die Ecke
Erstaunlich finden wir immer wieder, wie wir uns trotz unmittelbarer Strassenund Zentrumsnähe fühlen, als hätten wir eine kleine Auszeit auf dem Land genommen. «Darf ich Ihnen einen Apéro servieren? », fragt dann der nahende, überaus umgängliche Kellner. Er darf natürlich unbedingt. Wir entscheiden uns schliesslich für einen offenen Weissen, Yvorne Vigneronne, eine gute Wahl offensichtlich, «der Chef nimmt o geng dä», meint der junge Mann. Dann naht Maître Ruckstuhl, bei dem wir telefonisch reserviert haben, mit dem groben Geschütz, einer Flasche Aigle Les Murailles, und wir zucken ähnlich wie die Eidechse auf der Etikette freudig mit der Zunge. Der gemischte Salat lässt an Frische und Sortenvielfalt nichts zu wünschen übrig, und das Preis Leistungs-Verhältnis zeigt sich grundsätzlich als einer der grossen Trümpfe. Ein Klassiker erfüllt alle Wünsche
Bei den Hauptgängen halten wir uns an die Devise «Vom Kalb ist es besonders lecker». Das Kalbsrahmschnitzel mit Butternüdeli erfüllt alle Erwartungen, die wir an diesen Klassiker stellen, ebenso das Wienerschnitzel mit Pommes frites und Gemüse (alle beschriebenen Gerichte oben im Bild). Auch hier ist die passende Weinbegleitung im Nu gefunden, ein Merlot del Ticino «Giornico» von der Gialdi SA in Mendrisio. Beim Dessert angelangt, ist es dann Zeit für den Auftritt des Gastgebers himself, Jörg Grossen (im Bild oben mit dem Autor), mit dem wir hernach noch ein wenig über die Welt und die Freuden des Lebens philosophieren. JCG


Gasthof Maygut, Wabern Der Gasthof Maygut ist bekannt für gepflegte, grosszügig proportionierte Fleischspeisen. Nebst den von uns genossenen Kalbsgerichten (siehe Haupttext) stehen diverse Kreationen vom Poulet, vom Schwein (u. a. Saure Leberli mit Rösti) und vom Rind (u. a. Entrecôte an einer schönen Kräuterbutter) zur Auswahl, daneben aber auch Fisch (Egli und Felchen). Eine weitere, unbestrittene Qualität: Das Maygut hat sieben Tage die Woche das ganze Jahr über von 8.30 bis 23.30 Uhr geöffnet. Daneben verfügt der Gasthof über diverse Säle für Feiern, Bankette und Tagungen sowie über sieben Hotelzimmer.
SEFTIGENSTRASSE 370, WABERN WWW.MAYGUT.CH

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